5. Fahrradergometrie (Belastungs-EKG)

Die Fahrradergometrie ist eine Form des Belastungs-EKG und misst standardisiert die körperliche Leistung und der sich unter der stufenweise ansteigenden Leistung beim Fahrradfahren veränderten Werte wie Herzfrequenz, Blutdruck und Herzstromkurve (EKG). Nach Auftreten krankhafter Veränderungen kann die Untersuchung jederzeit sofort beendet werden. Deshalb ist eine ärztliche Aufsicht während dieses Belastungstestes notwendig und vorgeschrieben. Ferner erlaubt diese Methode eine bessere individuelle Dosierung und genaue Festlegung derjenigen Belastungsstufe, welche eine Durchblutungsstörung der Herzkranzgefäße (Koronarinsuffizienz) aufdeckt.

Herzkranke werden grundsätzlich submaximal belastet. Abbruchkriterien sind z. B. das Auftreten von Herzengesymptomen (Angina pectoris), Auftreten von Durchblutungsstörungszeichen der Herzkranzgefäße (krankhafte ST-Streckensenkungen oder –hebungen), Auftreten von bedeutsamen Herzrhythmusstörungen oder z.B. starker Blutdruckanstieg oder extremer Pulsanstieg bzw. Pulsabfall.


hier geht es zurück

Die Fahrradergometerbelastung lässt sich durch Variieren der Belastung leicht einstellen. Der zuverlässige Ausschluss einer koronaren Herzerkrankung ist nur möglich, wenn der Patient mindestens submaximal ausbelastet wird. Falls kein Grund besteht, die Belastung vorzeitig abzubrechen, kann sie nach Erreichen der altersabhängigen submaximalen Herzfrequenz (=85% der maximalen Herzfrequenz) für 1-3 Minuten fortgesetzt werden. Als Faustregel der Ausbelastungsherzfrequenz (maximale Herzfrequenz) gilt 220 minus Lebensalter.